Ein Lied für Argyris – Eνα τραγούδι για τον Αργύρη von Stefan Haupt
CH/GR 2006, Dokumentation, 105 Minuten, Deutsch
Während der deutschen Besatzungszeit in Griechenland haben SS-Divisionen auf Partisanenangriffe mit brutalen Massakern gegen die Bevölkerung reagiert. Was im Dorf Distomo am 10. Juni 1944 passiert, ist nur ein Beispiel von vielen. Aber dieses Massaker, bei dem 218 Menschen umgebracht werden, hat einen Zeugen: den vierjährigen Argyris. Seine Geschichte nach dem grauenvollen Schicksal, über seinen Willen, damit nicht „innerlich fertig zu werden, sondern viel eher damit leben zu lernen und nach außen etwas zu bewirken“, erzählt der Schweizer Filmemacher Stefan Haupt. Ein Film über den Umgang mit persönlicher Trauer und mit historischer Schuld und über die schier unlösbaren Schwierigkeiten einer wirklichen Aussöhnung.
Der überlebende Argyris kommt durch das Rote Kreuz in ein Kinderdorf in der Schweiz, nach Trogen. In Zürich studiert er Mathematik und Astrophysik. Mit dem Schweizerischen Katastrophenhilfekorps arbeitete er Jahre später als Entwicklungshelfer in Somalia, Nepal und Indonesien. Argyris Sfountouris reist heute als 70-Jähriger häufig zwischen der Schweiz und Griechenland, nimmt an Tagungen teil, besucht Schulen, immer auf der Suche „wie aus dem Teufelskreis der Gewalt ausgebrochen werden kann“. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit Argyris Sfountouris statt. Wir diskutieren mit Schülern aus Stuttgart.
Stefan Haupt wurde 1961 in Zürich geboren, studierte dort an der Schauspiel Akademie und ist seit 1989 frei schaffend tätig als Filmemacher und Regisseur. Für „Ein Lied für Argyris“ wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2007 auf dem Dokumentarfilmfestival von Thessaloniki. Neben einer Reihe von Dokumentarfilmen führte er 2001 Regie im Spielfilm „Utopia Blues“, der mit dem Schweizer Filmpreis als“ bester Spielfilm” geehrt wurde. Sein jüngster Spielfilm „How About Love” im Sommer in die Kinos.
Kapetan Kemal, ein Kamerad – Καπετάν Κεμάλ, ο σύντροφος von Fotos Lamprinos
GR/Tü 2008, Dokumentation, 72 Minuten, Original mit englischen Untertiteln
Der Türke Mihri Belli, geboren 1915, kehrt nach seinem Studium in den USA in die Türkei zurück und wird Mitglied der Kommunistischen Partei. Im Jahr 1947 reist er illegal nach Griechenland, um im Bürgerkrieg in den thrakischen Bergen auf der Seite der Linken zu kämpfen. Aus dem früheren Nationalisten, der die Griechen hasst, wird ein Freund, ein Kamerad, ein „syntrofos“. Im Alter von 92 Jahren sucht Mihrit Belli noch einmal seine einstigen Kameraden auf, die ihm den Namen „Kapetan Kemal“ gegeben hatten – in den Dörfern von Evros. Begleitet vom griechischen Dokumentarfilmer Fotos Lamprinos, der ein spannendes Porträt eines außergewöhnlichen Mannes gezeichnet hat. Die Realisierung seines turbulenten Lebens basiert auf Tagebüchern von Belli während des Bürgerkrieges in Thrakien und auf historischem Filmmaterial aus der Türkei und aus Griechenland. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit dem Regisseur Fotos Lamprinos statt.
Fotos Lamprinos hat von 1965 bis 1970 auf der Filmhochschule in Moskau studiert.Anschließend durchsuchte er staatliche und private Archive in Europa und den USA nach historischem Filmmaterial, bezogen auf die griechische Geschichte des 20. Jahrhunderts.1973 verfasste er mit Theo Angelopoulos das Drehbuch zu dessen Film „Die Wanderschauspieler“. Für das griechische Fernsehen hat er über 80 Dokumentarfilme realisiert. Darunter1981 das Feature „Aris Velouchiotis – Das Dilemma“ – über die Resistance während derdeutschen Besatzung. Bis 2003 war er Dozent in den Fächern Geschichte und Film.
——————————————————————————————————————————
Sonntag, 19. Dezember, 19.30 Uhr
Waiting for the Clouds – Περιμένοντας τα σύννεφα
Drehbuch: Petros Markaris / Yesim Ustaoglu
F/D/TÜ/GR 2004, Drama, 92 Minuten, Original mit deutschen Untertiteln
Ayshe lebt in einem idyllischen Fischerdorf am südöstlichen Schwarzen Meer, in der Nähe von Trabzon. Mitte der 70er Jahre ist sie 60 Jahre alt, unverheiratet. Als ihre ältere Schwester stirbt, vereinsamt sie. Ihr einziger Freund: der Nachbarsjunge Mehmet. Nach der Ankunft eines Fremden im Dorf versteht Mehmet das Verhalten von Ayshe nicht mehr. Sie zieht sich in eine Berghütte zurück und bleibt allein in den Bergen, zwischen den Wolken. Seit 50 Jahren hütet sie ein Geheimnis: Ayshe heißt Eleni und ist Tochter orthodoxerpontischer Griechen, die beim Deportationsmarsch nach dem Ersten Weltkrieg starben. Ihr Bruder wurde nach Griechenland deportiert, Eleni blieb. Eine türkische Familie nahm sie auf und zog sie groß. 50 Jahre nach der Trennung sucht sie nach dem verlorenen Bruder.
Ein Film über ein Tabu der Geschichte, über Identität und Heimat und über die Frage nach Versöhnung mit der eigenen Gesichte und dem eigenen Tun. Der Film basiert auf dem Roman „Tamama“ (1994) von Georgios Andreadis. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit dem Drehbuchautor Petros Markaris statt.
Yesim Ustaoglu wurde 1960 an der türkisch-armenischen Grenze geboren und wuchs in Trabzon auf. 1999 erhielt die politisch engagierte Filmemacherin auf der Berlinale den „Blauen Engel“ für ihren „Skandalfilm“: Reise zur Sonne. Die Geschichte einer „unmöglichen” Freundschaft zwischen einem jungen kurdischen Straßenverkäufer und einem türkischen Arbeiter. Der Film „Waiting for the Clouds“ wurde, unter anderem, mit dem Spezialpreis der Jury auf dem 23. Internationalen Filmfestival in Istanbul ausgezeichnet.
Petros Markaris wurde 1937 in Istanbul geboren, ist griechisch-armenischer Herkunft und lebt in Athen. Der Schriftsteller wurde vor allem durch seine Kriminalromane um Kommissar Charitos berühmt. Er hat zahlreiche Drehbücher geschrieben, u.a. für Theo Angelopoulos. Zudem übersetzte Markaris, der in Istanbul eine österreichische Schule besuchte, mehrere deutsche Klassiker ins Griechische.
++++++++++++++++++++++
Sonntag, 7. März bis Sonntag, 28. März 2010
Erste Griechische Filmreihe: „Kalimera Deutschland“ Beginn der Filmreihe „Kalimera Deutschland“ mit griechischstämmigen Filmemachern, die in Deutschland leben und arbeiten
Eλληνική σειρά κινηματογράφου: «Καλημέρα Γερμανία» Κινηματογραφική σειρά με Έλληνες σκηνοθέτες που ζουν και εργάζονται στη Γερμανία
Erste Griechische Filmreihe: „Kalimera Deutschland“
“Sommerblitze” von Nicos Ligouris
Matinee, Dokumentarfilm, GR/D 2004, OmdtU, 81 Min.
Eine Pension im Süden Kretas, betrieben von einer fünfköpfigen Familie. Nur die Strasse trennt die Pergola des renovierten Baus vom Meer. In der Vorsaison, während die Familie auf die Gäste vom Norden Europas wartet, beobachtet und fotografiert sie mehrmals täglich das Licht der Sonne auf das Wasser. Tausende von Bildern werden in Alben angelegt, in der Hoffnung, einmal das Phänomen der “Sommerblitze” festzuhalten. Der Regisseur begleitet ein ganzes Jahr das Alltagsleben der Familie und vor allem die Gedanken und Gefühle des Vaters, der über die Sonne, die Gäste, den Tourismus auf Kreta und seine Zukunft reflektiert. Der Film ist eine Parabel über das Sehen und die Zeit, eine distanzierte Betrachtung der Lebensweisen in Nord und Süd. Der Regisseur ist anwesend
Atelier am Bollwerk, Hohe Straße 26, 70176 Stuttgart; Karten gibt es an der Kasse; Eintritt: 7,50 Euro
80 Minuten, Original mit Untertitel, (2007)
In einem griechischen Bergdorf auf Kreta leben Jorgos und Maria, die seit 50 Jahren glücklich verheiratet sind. Während Maria am Webstuhl arbeitet, schaut ihr Jorgos zu. Doch seine Erkrankung bedroht ihr Glück… Beim Abschiednehmen lassen beide ihr Leben Revue passieren. Durch die genaue und liebevolle Beobachtung des Filmemachers gewinnt das alltägliche Leben der beiden eine poetische Dimension. Der Regisseur wird anwesend sein. Delphi, Tübinger Str. 6, 70178 Stuttgart; Karten gibt es an der Kasse; Eintritt: 7,50 Euro
105 Minuten, Original mit Untertitel, (2007)
Der Film der in Berlin lebenden griechischen Regisseurin beruht auf einer wahren Geschichte. Ein junger Albaner verlässt sein Land mit dem Ziel, in Griechenland Rockstar zu werden. Doch in Athen verübt er einen Mord und landet im Krankenhaus eines Gefängnisses in Albanien. Dort trifft er einen deutschen Arzt, der ihn rettet. Delphi, Tübinger Str. 6, 70178 Stuttgart, Karten gibt es an der Kasse; Eintritt: 7,50 Euro
„Elli Makra – 42277 Wuppertal“ von Athanasios Karanikolas
«Έλλη Μακρά – 42277 Βούπερταλ» του Αθανασίου Καρανικόλα
80 Minuten, Original mit Untertitel, (2007)
Die Griechin Elli lebt in Wuppertal seit ihrer Kindheit. Sie beherrscht weder die griechische noch die deutsche Sprache. Ärger am Arbeitsplatz, Ärger mit dem Ex-Ehemann. Anders als ihre beiden Schwestern Anna und Tassia will sie nicht in einer „griechischen Scheinwelt“ leben. Sie will ihr Leben verändern. Sie entschließt sich nach Griechenland zurückzukehren. Doch lässt sich das problemlos verwirklichen? Kann sie alles einfach zurück lassen? Auch ihre Nichte, die sie zu brauchen scheint? Der junge griechische Regisseur, der in Berlin lebt, stellt in seinem Film die Identitätsfrage der zweiten und dritten Generation der in Deutschland lebenden Griechen. Delphi, Tübinger Str. 6, 70178 Stuttgart, Karten gibt es an der Kasse; Eintritt: 7,50 Euro
103 Minuten, Original mit Untertitel, (2009)
An einem kleinen Platz in Athen, dessen Name dem Film den Titel gibt, sitzt eine Gruppe 50jähriger Männer vor dem heruntergekommenen Laden von Stavros herum. Sie schwärmen von alten Zeiten und schimpfen über Albaner und Chinesen, die überall fleißig arbeiten. Plötzlich taucht ein Albaner auf, der sich als möglicher Bruder von Stavros entpuppt…
Filippos Tsitos, der in Deutschland lebt und als „Tatort“-Regisseur bekannt ist, inszenierte eine Komödie um Nationalstolz und Rassismus, aber mit viel Situationskomik, Witz und Biss. Eine bestechend einfache Logik macht den Film urkomisch und vergnüglich zugleich. Delphi, Tübinger Str. 6, 70178 Stuttgart, Karten gibt es an der Kasse; Eintritt: 7,50 Euro
Zweite Griechische Filmreihe
Sonntag, 5. Dezember, 11.30 Uhr
Ein Lied für Argyris – Eνα τραγούδι για τον Αργύρη von Stefan Haupt
CH/GR 2006, Dokumentation, 105 Minuten, Deutsch
Der überlebende Argyris kommt durch das Rote Kreuz in ein Kinderdorf in der Schweiz, nach Trogen. In Zürich studiert er Mathematik und Astrophysik. Mit dem Schweizerischen Katastrophenhilfekorps arbeitete er Jahre später als Entwicklungshelfer in Somalia, Nepal und Indonesien. Argyris Sfountouris reist heute als 70-Jähriger häufig zwischen der Schweiz und Griechenland, nimmt an Tagungen teil, besucht Schulen, immer auf der Suche „wie aus dem Teufelskreis der Gewalt ausgebrochen werden kann“. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit Argyris Sfountouris statt. Wir diskutieren mit Schülern aus Stuttgart.
Stefan Haupt wurde 1961 in Zürich geboren, studierte dort an der Schauspiel Akademie und ist seit 1989 frei schaffend tätig als Filmemacher und Regisseur. Für „Ein Lied für Argyris“ wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem 2007 auf dem Dokumentarfilmfestival von Thessaloniki. Neben einer Reihe von Dokumentarfilmen führte er 2001 Regie im Spielfilm „Utopia Blues“, der mit dem Schweizer Filmpreis als“ bester Spielfilm” geehrt wurde. Sein jüngster Spielfilm „How About Love” im Sommer in die Kinos.
————————————————————————————————————————————————————————–
Sonntag, 12. Dezember, 19.30 Uhr
Kapetan Kemal, ein Kamerad – Καπετάν Κεμάλ, ο σύντροφος von Fotos Lamprinos
GR/Tü 2008, Dokumentation, 72 Minuten, Original mit englischen Untertiteln
Fotos Lamprinos hat von 1965 bis 1970 auf der Filmhochschule in Moskau studiert.Anschließend durchsuchte er staatliche und private Archive in Europa und den USA nach historischem Filmmaterial, bezogen auf die griechische Geschichte des 20. Jahrhunderts.1973 verfasste er mit Theo Angelopoulos das Drehbuch zu dessen Film „Die Wanderschauspieler“. Für das griechische Fernsehen hat er über 80 Dokumentarfilme realisiert. Darunter1981 das Feature „Aris Velouchiotis – Das Dilemma“ – über die Resistance während derdeutschen Besatzung. Bis 2003 war er Dozent in den Fächern Geschichte und Film.
——————————————————————————————————————————
Sonntag, 19. Dezember, 19.30 Uhr
Waiting for the Clouds – Περιμένοντας τα σύννεφα
Drehbuch: Petros Markaris / Yesim Ustaoglu
F/D/TÜ/GR 2004, Drama, 92 Minuten, Original mit deutschen Untertiteln
Ayshe lebt in einem idyllischen Fischerdorf am südöstlichen Schwarzen Meer, in der Nähe von Trabzon. Mitte der 70er Jahre ist sie 60 Jahre alt, unverheiratet. Als ihre ältere Schwester stirbt, vereinsamt sie. Ihr einziger Freund: der Nachbarsjunge Mehmet. Nach der Ankunft eines Fremden im Dorf versteht Mehmet das Verhalten von Ayshe nicht mehr. Sie zieht sich in eine Berghütte zurück und bleibt allein in den Bergen, zwischen den Wolken. Seit 50 Jahren hütet sie ein Geheimnis: Ayshe heißt Eleni und ist Tochter orthodoxerpontischer Griechen, die beim Deportationsmarsch nach dem Ersten Weltkrieg starben. Ihr Bruder wurde nach Griechenland deportiert, Eleni blieb. Eine türkische Familie nahm sie auf und zog sie groß. 50 Jahre nach der Trennung sucht sie nach dem verlorenen Bruder.
Ein Film über ein Tabu der Geschichte, über Identität und Heimat und über die Frage nach Versöhnung mit der eigenen Gesichte und dem eigenen Tun. Der Film basiert auf dem Roman „Tamama“ (1994) von Georgios Andreadis. Im Anschluss findet ein Filmgespräch mit dem Drehbuchautor Petros Markaris statt.
Yesim Ustaoglu wurde 1960 an der türkisch-armenischen Grenze geboren und wuchs in Trabzon auf. 1999 erhielt die politisch engagierte Filmemacherin auf der Berlinale den „Blauen Engel“ für ihren „Skandalfilm“: Reise zur Sonne. Die Geschichte einer „unmöglichen” Freundschaft zwischen einem jungen kurdischen Straßenverkäufer und einem türkischen Arbeiter. Der Film „Waiting for the Clouds“ wurde, unter anderem, mit dem Spezialpreis der Jury auf dem 23. Internationalen Filmfestival in Istanbul ausgezeichnet.
Petros Markaris wurde 1937 in Istanbul geboren, ist griechisch-armenischer Herkunft und lebt in Athen. Der Schriftsteller wurde vor allem durch seine Kriminalromane um Kommissar Charitos berühmt. Er hat zahlreiche Drehbücher geschrieben, u.a. für Theo Angelopoulos. Zudem übersetzte Markaris, der in Istanbul eine österreichische Schule besuchte, mehrere deutsche Klassiker ins Griechische.
++++++++++++++++++++++
Sonntag, 7. März bis Sonntag, 28. März 2010
Erste Griechische Filmreihe: „Kalimera Deutschland“
Beginn der Filmreihe „Kalimera Deutschland“ mit griechischstämmigen Filmemachern, die in Deutschland leben und arbeiten
Eλληνική σειρά κινηματογράφου: «Καλημέρα Γερμανία»
Κινηματογραφική σειρά με Έλληνες σκηνοθέτες που ζουν και εργάζονται στη Γερμανία
Veranstalter: Initiative „Kalimera Deutschland“ und Griechischer Elternverein Feuerbach; Organisation: Ioanna Ziogala-Heimann
Sonntag, 7. März 2010, 11.30 Uhr
Erste Griechische Filmreihe: „Kalimera Deutschland“
“Sommerblitze” von Nicos Ligouris
Matinee, Dokumentarfilm, GR/D 2004, OmdtU, 81 Min.
Eine Pension im Süden Kretas, betrieben von einer fünfköpfigen Familie. Nur die Strasse trennt die Pergola des renovierten Baus vom Meer. In der Vorsaison, während die Familie auf die Gäste vom Norden Europas wartet, beobachtet und fotografiert sie mehrmals täglich das Licht der Sonne auf das Wasser. Tausende von Bildern werden in Alben angelegt, in der Hoffnung, einmal das Phänomen der “Sommerblitze” festzuhalten. Der Regisseur begleitet ein ganzes Jahr das Alltagsleben der Familie und vor allem die Gedanken und Gefühle des Vaters, der über die Sonne, die Gäste, den Tourismus auf Kreta und seine Zukunft reflektiert. Der Film ist eine Parabel über das Sehen und die Zeit, eine distanzierte Betrachtung der Lebensweisen in Nord und Süd. Der Regisseur ist anwesend
Atelier am Bollwerk, Hohe Straße 26, 70176 Stuttgart; Karten gibt es an der Kasse; Eintritt: 7,50 Euro
www.sommerblitze.de
www.arthaus-kino.de
———————————————————————————————————————————
Sonntag, 7. März 2010, 19.30 Uhr
Griechische Filmreihe: „Kalimera Deutschland“
„Die Liebenden von Axos“ von Nicos Ligouris
«Οι εραστές της Αξού» του Νίκου Λιγούρη
In einem griechischen Bergdorf auf Kreta leben Jorgos und Maria, die seit 50 Jahren glücklich verheiratet sind. Während Maria am Webstuhl arbeitet, schaut ihr Jorgos zu. Doch seine Erkrankung bedroht ihr Glück… Beim Abschiednehmen lassen beide ihr Leben Revue passieren. Durch die genaue und liebevolle Beobachtung des Filmemachers gewinnt das alltägliche Leben der beiden eine poetische Dimension. Der Regisseur wird anwesend sein.
Delphi, Tübinger Str. 6, 70178 Stuttgart; Karten gibt es an der Kasse; Eintritt: 7,50 Euro
www.arthaus-kino.de
———————————————————————————————————————————
Sonntag, 14. März 2010, 19.30 Uhr
Griechische Filmreihe: „Kalimera Deutschland“
„Eduart“ von Angeliki Antoniou
«Έντουαρτ» της Αγγελικής Αντωνίου
105 Minuten, Original mit Untertitel, (2007)
Der Film der in Berlin lebenden griechischen Regisseurin beruht auf einer wahren Geschichte. Ein junger Albaner verlässt sein Land mit dem Ziel, in Griechenland Rockstar zu werden. Doch in Athen verübt er einen Mord und landet im Krankenhaus eines Gefängnisses in Albanien. Dort trifft er einen deutschen Arzt, der ihn rettet.
Delphi, Tübinger Str. 6, 70178 Stuttgart, Karten gibt es an der Kasse; Eintritt: 7,50 Euro
www.arthaus-kino.de
———————————————————————————————————————————
Sonntag, 21. März 2010, 19.30 Uhr
Griechische Filmreihe: „Kalimera Deutschland“
„Elli Makra – 42277 Wuppertal“ von Athanasios Karanikolas
«Έλλη Μακρά – 42277 Βούπερταλ» του Αθανασίου Καρανικόλα
80 Minuten, Original mit Untertitel, (2007)
Die Griechin Elli lebt in Wuppertal seit ihrer Kindheit. Sie beherrscht weder die griechische noch die deutsche Sprache. Ärger am Arbeitsplatz, Ärger mit dem Ex-Ehemann. Anders als ihre beiden Schwestern Anna und Tassia will sie nicht in einer „griechischen Scheinwelt“ leben. Sie will ihr Leben verändern. Sie entschließt sich nach Griechenland zurückzukehren. Doch lässt sich das problemlos verwirklichen? Kann sie alles einfach zurück lassen? Auch ihre Nichte, die sie zu brauchen scheint? Der junge griechische Regisseur, der in Berlin lebt, stellt in seinem Film die Identitätsfrage der zweiten und dritten Generation der in Deutschland lebenden Griechen.
Delphi, Tübinger Str. 6, 70178 Stuttgart, Karten gibt es an der Kasse; Eintritt: 7,50 Euro
www.arthaus-kino.de
———————————————————————————————————————————
Sonntag, 28. März 2010,19.30 Uhr
Abschluss der Filmreihe „Kalimera Deutschland“
„Akadimia Platonos“ von Filippos Tsitos
«Ακαδημία Πλάτωνος» του Φίλιππου Τσίτου
103 Minuten, Original mit Untertitel, (2009)
An einem kleinen Platz in Athen, dessen Name dem Film den Titel gibt, sitzt eine Gruppe 50jähriger Männer vor dem heruntergekommenen Laden von Stavros herum. Sie schwärmen von alten Zeiten und schimpfen über Albaner und Chinesen, die überall fleißig arbeiten. Plötzlich taucht ein Albaner auf, der sich als möglicher Bruder von Stavros entpuppt…
Filippos Tsitos, der in Deutschland lebt und als „Tatort“-Regisseur bekannt ist, inszenierte eine Komödie um Nationalstolz und Rassismus, aber mit viel Situationskomik, Witz und Biss. Eine bestechend einfache Logik macht den Film urkomisch und vergnüglich zugleich.
Delphi, Tübinger Str. 6, 70178 Stuttgart, Karten gibt es an der Kasse; Eintritt: 7,50 Euro
www.arthaus-kino.de